Saxophone

Wir sind ein reiner „Frauensatz“, und das schon seit einigen Jahren. Böse Zungen behaupten, Männer hätten in unseren Reihen sowieso keine Chance, aber das stimmt wirklich nicht: Jedes Jahr auf den Schützenfesten adoptieren wir Klarinetten wie Olli oder Daniel, die auch Altsaxophon spielen!

Die Saxophone sind: Ilona Thütt, Altsaxophon, hauptberuflich Hebamme und nebenbei unsere Frau für alle Fälle. Sie ist nicht nur auf dem Altsaxophon sehr gut, sondern seit kurzem auch auf dem Sopran-Saxophon. Neben ihr sitzt Carina Klein, Altsaxophon, Mutter von zwei Kindern, sie gibt Flöten- und Saxophonunterricht, ist unsere „Satzmutter“ und eine absolute Koryphäe am Saxophon. Eine ihrer Schülerinnen war Jana Finklenburg, Altsaxophon, jetzt nicht mehr ganz so stressgeplagte Abiturientin (bestanden!), aber immer gut gelaunt. Nadine Jabs, Altsaxophon, hat das Abi schon in der Tasche und wird von uns liebevoll „Naddel“ genannt. Sie hat sich gerade ein Wahnsinns- Altsaxophon geleistet, ist aber eigentlich fasziniert von größeren Instrumenten: Tenorsax, Posaune oder Tuba. Alex(andra) Voß, Tenorsaxophon, hat ebenfalls gerade ihr Abi gemacht. Sie ist von den Tenorsaxophonen am längsten dabei und auch musikalisch topfit.

Dann ist da noch Rebecca Dahl, Tenorsaxophon, Rechtspflegerin in Bergisch Gladbach und pflichtbewusste Schriftführerin des MVF. Hat schon viele rauschende Partys gegeben und kann sich auch noch über kleine Dinge freuen. Zu ihrer Linken sitzt, meist leicht gestresst, Judith Mader, Tenorsaxophon, Studentin der Kommunikationswissenschaften; hat nach seeeeehr langer Suche endlich das perfekte Tenorsaxophon gefunden. Unser Küken ist Carolin Wolf, Tenorsaxophon. Sie ist eine ganz Liebe und war das Zünglein an der Waage, das die Klarinetten endgültig in den Wahnsinn treibt: Seit neuestem pusten ihnen vier Tenorsaxophone die Ohren ab. Zwischen den Stühlen hängt Vera Orbach, Baritonsaxophon, weil sie genauso gut ein Saxophon wie ein Bassinstrument spielt. Hat immer gute Ideen und ist eine absolute Bereicherung für den Satz.

wie „Adolphe Sax“:

Der Belgier hat das Saxophon 1840 erfunden. Im Patentantrag von 1846 begründet Sax seine Erfindung mit dem Fehlen gut klingender Holzblasinstrumente der tiefen Lage. Wer mag da noch behaupten, das Saxophon sei im Orchester durch Gießkannen zu ersetzen? Seitdem hat das Saxophon in der Jazzmusik seine größten Anhänger gefunden. Das Saxophon ist zwar aus Metall gebaut, gehört aber zu den Holzblasinstrumenten, weil die Tonerzeugung wie bei der Klarinette durch ein Rohrblatt geschieht.

wie „eXtrem“:

Zugegeben, in manchen Dingen sind wir extrem: Wenn wir wollten, könnten wir mit unserer Lautstärke ein ganzes Stadion unterhalten. Meistens bemühen wir uns aber um eine angemessene Lautstärke. Da ist es schon ziemlich deprimierend, wenn vom Dirigenten mal wieder zu hören ist: „Schreibt euch entweder ein pianissimo rein oder es spielt nur einer.“ Wir wollen doch nur spielen… eXtrem erscheint auch unser Verbrauch an Lippenpflegemitteln. Dafür sind spröde Lippen bei uns kein Thema und die Lästereien der Herren hören spätestens auf den Probenwochenenden auf, wenn sie nach 10 Stunden Probe bei uns nach Labellos betteln. Außerdem herrscht bei uns eXtrem gute Stimmung, und das ist doch die Hauptsache!