Tuben

„Tuba“ war ursprünglich die Bezeichnung für ein Blechblasinstrument der Römer in Form einer geraden, langgestreckten Röhre mit Schallbecher, das der griechischen „Salpinx“ entsprach. Heute versteht man unter einer Tuba ein Bassinstrument aus der Familie der Bügelhörner.

Tuben besitzen einen nutzbaren Tonumfang von mehr als drei Oktaven. Was sind das für Schwierigkeiten, mit denen speziell Tubisten zu tun haben? Tubisten haben ganz offensichtlich Schwierigkeiten wegen der Größe und des Gewichts ihres Musikinstruments. Noch viel schlimmer aber ist das Vorherrschen einer bestimmten, immer gleichen Haltung vieler Menschen gegenüber Tubisten und deren Funktion in musikalischen Formationen.

Hören Nicht-Tubisten und besonders musikalische Laien das Wort „Tuba“, kommt meist und dann oft reflexartig der dümmliche Satz „Und die Tuba spielt der Huber.“ Leider denken viele jener Menschen, die Tuba sei lediglich ein großer Apparat, der nur drei oder vier verschiedene, hupenähnliche, laute und tiefe Töne produziere, der leicht zu beherrschen sei, keinerlei musikalische Bedeutung hätte und eigentlich nur mitgeschleppt werde, weil er einfach außerordentlich beeindruckend aussieht. Was Tubisten anbetrifft, haben viele Menschen noch die alte stereotype Vorstellung, Tubisten seien nur deshalb Tubisten geworden, weil sie an anderen Musikinstrumenten versagt und dort ihr mangelhaftes musikalisches Talent offenbart hätten; sie seien im Grunde also „taube Schellen“, könnten nicht bis sieben zählen, hätten keinerlei Persönlichkeit, seien lediglich groß und stark, hätten Pferde-Lungen und massives Übergewicht, machten beim „Musizieren“ dicke Backen, tränken ausschließlich Bier und davon reichlich und hielten das Trinken anderer Getränke für bewusste Selbstvergiftung. – Aber genau das Gegenteil ist der Fall!

Das Fundament eines jeden Orchesters ist und bleibt die Tuba. Kann denn ein Haus ohne Fundamente stehen? Übrigens: Die Tuba ist keinesfalls – wie leider oft und irrtümlich behauptet wird – ein reines Begleitinstrument, sondern eignet sich auch hervorragend als Melodie- und Soloinstrument.

Die Tuba beherrschen im Musikverein Frielingsdorf von rechts nach links:

Karl Blumberg, Guido Römer, Torben Seifert