Tenorhörner

Die sechs Tenöre oder Weich und unentbehrlich!

Heißen wir den geneigten Leser herzlich willkommen in der wunderbaren Welt der TENORHÖRNER, auch Bassflügelhorn, Bariton, Euphonium oder gar Infanterie-Cello genannt!

Was ist ein Tenorhorn überhaupt? Wozu ist es gut? Könnte man es nicht einfach durch Panflöten ersetzen? Die Antwort vorweg: nein, kann man nicht. Denn: Das Blechblasinstrument, von dem hier die Rede ist (siehe Foto), ist durch seinen besonders ausgeprägten, weichen und angenehm vollen Ton in allen Spielarten der Blasmusik unentbehrlich; oft (zu oft?) wird es als Haupt- oder Nebenmelodieinstrument eingesetzt.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um in diesem Satz glücklich werden zu können? Hören wir, was eine Musikschule zu diesem Thema sagt: „Bedingt durch das Gewicht des Instrumentes ist eine eher kräftige Statur, nicht zu kurze Finger, eine geeignete Zahn- und Kieferstellung, wie auch eine günstige Form der Lippen erforderlich. Weitere wichtige Voraussetzungen sind: ein gutes Gehör, Zeit, Fleiß und Geduld zum üben.“

Nun, die kräftige Statur kann die Mehrheit des Satzes sicher nicht verleugnen, was aber mittlerweile Einstellungsvoraussetzung ist. Krumme Finger und Zähne wurden auch noch nicht gesehen, wohl aber die günstige Lippenform: Unser Satz verbraucht nur etwa ein Viertel der Labello-Menge der vor uns sitzenden Saxophone, die damit offenbar Defizite im Lippenbereich ausgleichen müssen. Oder quietscht es etwa, wenn man nicht regelmäßig schmiert? Das gute Gehör, Zeit, Fleiß und Geduld sind schön über den Satz verteilt, hier ergänzt man sich gegenseitig. Allen Tenorhornisten gemein ist ein 270 cm langes Rohr. Ja, nicht das was Sie denken, lieber Leser, unser Instrument ist tatschlich so lang! Aufgewickelt wirkt es aber gar nicht so…

Analysieren wir die sechs Tenöre einmal im einzelnen:

Berthold Blumberg: laaaaangjähriger 1. Vorsitzender des MVF, kann alles auf seinem Instrument – außer leise spielen! Außerdem Vertreter des Dirigenten, was ihn bei Abwesenheit von Walter Spicher aus unserer Mitte reißt. Ist Chef der Tanzmusikbesetzung und Musicalfan.

Berthold Schnippering: Unsere Unterstützung bei Konzerten, an denen er trotz der räumlichen Entfernung zwischen seinem Wohnort und Frielingsdorf immer wieder gerne teilnimmt. Spielt alle Läufe, egal wie schwarz (und damit schnell) sie sind…

Harald Ammermann: Eines der Multitalente im Verein. Er beherrscht nicht nur sein Instrument, sondern ist auch rhetorisch unschlagbar. Mit seinen treffenden, intelligenten und witzigen Vorträgen begeistert er sein Publikum immer wieder aufs Neue. Auch als aktueller Vorsitzender hat er alles im Griff.

Andreas Klein: Hauptamtlich Kassierer in der KJ Frielingsdorf, aber wann immer möglich für den MVF im Einsatz; verlässliche Hilfe, wenn’s ans Anpacken oder Organisieren geht. Bei Proben am Sonntagmorgen oft voller als sein Ton.

Johannes Piffka: Der letzte Neuzugang im Satz mit Doppelmitgliedschaft bei MV Lindlar und MVF, dabei eigentlich ein Rückkehrer, hat er doch vor Jahren schon einmal bei uns gespielt. Ist multipel begabt, da er auch noch die Trompete beherrscht. Spaßgarant nach jeder Probe, was nicht zuletzt seinem Markenzeichen zu verdanken ist: regelmäßig wechselnde Hüte!

Wilfried Meinerzhagen: Der sesshaft gewordene Vielflieger, der zu seinen Außendienstzeiten die ganze Welt bereist hat, jetzt aber zum Glück für den MVF nur zwischen Frielingsdorf und Wipperfürth und nicht mehr zwischen Französisch-Guayana und Westaustralien pendelt. Spielt für gewöhnlich die Baritonstimme und kann auch alles am Mundstück.

Abschließend bleibt festzustellen:

WIR sind die Biermusik!