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Der Bericht unseres Pressewartes Patrick Schnippering:
Das Frühjahrskonzert des Musikverein Frielingsdorf im Rahmen der 900 Jahr-Feier der Gemeinde Lindlar
Zu einer
gelungenen Geburtstagsfeier gehören auch Geschenke. So überreichte das
Frielingsdorfer Orchester der Gemeinde zum 900-jährigen Bestehen eine
musikalische Aufmerksamkeit: Es eröffnete seinen Part unter der Leitung
von Walter Spicher mit der Bergischen Ouvertüre, einer Hommage an die
Heimat und das bekannte Bergische Heimatlied, das Komponist Fritz Ihlau
darin in Variationen verarbeitet hat.
Bürgermeister
Hermann-Josef Tebroke bedankte sich als Stellvertreter des betagten
Geburtstagskindes für das Geschenk und das Engagement des Vereins. Auf
das Alter komme es nicht an, so Tebroke, viel mehr darauf, dass die
Gemeinde besonders durch die vielen Vereine eben „traditionell jung"
bleibe, wie der Leitsatz Lindlars es verspricht.
Die
Veranstaltung eröffnete das Jugendorchester des Musikvereins. Nachdem
im vergangenen Jahr viele Jugendliche den Sprung ins Hauptorchester
geschafft hatten, war es ein kleiner Kreis von sehr jungen
Nachwuchsmusikerinnen und Musikern, die ihre Sache ganz ohne
Verstärkung der „Großen" sehr gut machten. Nach einer Marsch-Fanfare
präsentierten sie unter der Leitung von Berthold Blumberg Stücke aus
der Reihe „Band Time Starter" von Jan de Haan. Moderator Severin
Lechner (11) führte so souverän durch das Programm, dass der
MVF-Vorsitzende Harald Ammermann ihn im Anschluss bereits als
ernsthaften Konkurrenten bezeichnete.
Der
Auftritt des Hauptorchesters begann mit einer kleinen Herausforderung
an das Publikum. Man hatte kurzfristig das Programm umgestellt und
davon abgesehen, die Programme neu zu drucken. Also stellte Ammermann
demjenigen zwei Karten für das Herbstkonzert in Aussicht, der am Ende
die richtige Reihenfolge eingetragen habe und sorgte damit gleich für
Erheiterung.
Gewohnt
pointiert moderierte er auch das zweite Stück nach der Bergischen
Ouvertüre an, Variationen von Joseph Haydns „Symphonie mit dem
Paukenschlag", die solistisch hervorragend von Katja Döring-Außem auf
dem Horn gestaltet wurden. Beschwingt ging es weiter mit „Fire &
Ice" von Otto Schwarz, das in Österreich Ski-Shows begleitet und für
ein wenig Winterspektakel in der Scheelbachhalle sorgte. In die Pause
ging es mit einem Medley aus dem Musical „West Side Story".
Höhepunkt
der zweiten Halbzeit war das Stück „Elefant und Mücke", das Heike
Schüttler auf der Piccoloflöte und Guido Römer auf der Tuba mit Bravour
und vollem Lungeneinsatz meisterten, ohne dass ihnen die Anstrengung
anzusehen gewesen wäre. Melodramatisch wurde es danach mit „Band of
Brothers". Die gleichnamige amerikanische Fernsehserie begleitet die
Easy-Company im 2. Weltkrieg und lässt in seinem musikalischen Thema
das Leid des Krieges erahnen. Das Orchester präsentierte das Stück
gewohnt präzise und mit viel Gefühl für ständige Dynamikwechsel.
1999 war
ein aufregendes Jahr, wie Harald Ammermann rekapitulierte, mit der
Sonnenfinsternis und dem Sommerhit Mambo No.5. Für vier Musikerinnen
und einen Musiker begann damals ihre Karriere beim Musikverein
Frielingsdorf. Bürgermeister Tebroke wusste über die Jubilare Eileen
Braun, Nadja Braun, Katharina Höller, Ilona Mitzschke und Steffen
Seifert einige Anekdoten zu berichten, bevor sie Urkunde und
Anstecknadel für ihre zehnjährige Mitwirkung im Orchester überreicht
bekamen.
Für den
Klassiker „Music" von John Miles wurde das Orchester von Hornist
Florian Kronenberg auf der E-Gitarre begleitet. Zum Schluss meisterte
man mit scheinbarer Leichtigkeit auch die schwierigen Taktwechsel von
„Un poco cinco" und schloss den Abend wie man ihn begonnen hatte: Mit
dem Bergischen Heimatlied, dieses Mal verarbeitet im Bergischen
Heimatmarsch, bei dem am Ende alle mitsingen konnten.
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